Die Besonderheiten der kurzschlusssicheren Gummiaderleitung NSGAFÖU
Was steckt hinter der NSGAFÖU – und warum ist sie seit Jahrzehnten erste Wahl im Schaltschrankbau? Hier erfahren Sie mehr über die Gummiaderleitung – und weshalb sie so beliebt ist.
Eine Leitung, viele unterschiedliche Stärken: Die Gummiaderleitung NSGAFÖU ist besonders beliebt im Schaltschrankbau. Gleichzeitig kommt sie auch in Omnibussen oder Schienenfahrzeugen zum Einsatz.
Das liegt daran, dass sie viele unterschiedliche Herausforderungen bewältigen kann. In Schaltschränken wird die NSGAFÖU gerne eingesetzt, weil sie kurzschlussfest und flexibel ist. Weil sie hitze-, ölbeständig und flammwidrig ist, funktioniert sie zudem unter schwierigen Bedingungen langfristig und zuverlässig.
Was ist die Gummiaderleitung NSGAFÖU?
Wer Schaltschränke verdrahtet, kennt wahrscheinlich auch die Gummiaderleitung NSGAFÖU. Wegen ihrer stabilen Verarbeitung ist sie ein echtes Multitalent. Besonders in anspruchsvollen Bereichen oder Sonderfällen.
Bei geschützter Verlegung gilt die NSGAFÖU als kurz- und erdschlusssicher bis 1000 Volt. Meistens wird sie deshalb in Schaltschränken verbaut. Dank ihrer hohen Strombelastbarkeit kann sie zudem als Steuerleitung in Omnibussen oder Schienenfahrzeugen verwendet werden.
Was bedeutet NSGAFÖU?
Der Name der Leitung setzt sich nicht zufällig zusammen. Denn hinter der Buchstabenfolge verbergen sich die wesentlichen Eigenschaften und Funktionen:
- N = genormte Leitung
- S = Sonderleitung
- G = Gummiisolierung
- A = Aderleitung
- F = Feindrahtiger Leiter (Klasse 5)
- Ö = Ölbeständig
- U = flammwidrig nach VDE 0482-332-1-2/IEC 60332-1-2
So entsteht aus sieben Buchstaben eine präzise Beschreibung des Produkts.
Was sind kurzschlusssichere Leitungen?
Ein kurzschlusssicheres Kabel ist so konstruiert, dass im Falle eines Kurzschlusses keine angrenzenden Kabel und Leitungen beschädigt werden. Die besonders starke Isolation verhindert, dass es zu einem Brand oder Schmelzen von angrenzenden Kabeln kommt.
Das spielt vor allem im Schaltschrank eine große Rolle. Dort gibt es Kabel, die „vor dem Hauptschalter“ verlaufen. Das heißt, dass sie auch bei ausgeschalteter Anlage noch unter Strom stehen. Für diese Anwendung sind kurzschlusssichere Kabel vorgeschrieben. Das schützt sowohl die Anlage selbst als auch die Menschen, die mit ihr arbeiten.
Wofür wird die NSGAFÖU eingesetzt?
Wo andere Kabel an ihre Grenzen stoßen, ist die Gummiaderleitung NSGAFÖU oft die Lösung. Typische Einsatzbereiche sind:
- Schaltschränke und Schaltanlagen: zur kurzschluss- und erdschlusssicheren Verdrahtung bis 1.000 Volt
- Omnibusse und Schienenfahrzeuge: als robuste Steuer- und Energieleitung
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Warum gibt es die NSGAFÖU in schwarz und orange?
Im Schaltschrankbau gilt eine einfache Regel: Leitungen, die vor dem Hauptschalter verlaufen – und damit auch bei ausgeschalteter Anlage noch unter Spannung stehen – müssen gekennzeichnet werden. Deshalb werden sie in der Praxis häufig orange eingefärbt. Leitungen nach dem Hauptschalter sind dagegen meistens schwarz. So können Techniker auf den ersten Blick erkennen, welche Leitungen sicher sind.
Um die Kabel und Leitungen orange einzufärben, greifen Schaltschrankbauer häufig zum Schrumpfschlauch oder Wickelband. Das kostet jedoch Zeit. Zudem können die Aderendhülsen beim Aufschrumpfen beschädigt werden. Bei HELU gibt es die NSGAFÖU deshalb auch direkt in Orange.
Das hat für den Anwender viele Vorteile:
- Zeitersparnis: kein aufwändiges Aufschrumpfen oder Wickeln
- Reduzierung der Lagerartikel: kein separater Schrumpfschlauch oder Wickelband nötig
- Geringerer Außendurchmesser: erleichtert die Einführung in den Verdrahtungskamm
- Kein Faltenwurf: für ein sauberes und ordentliches Erscheinungsbild im Schaltschrank
- Kein Risiko für Aderendhülsen: keine Hitzeeinwirkung durch den Heißluftfön
- Bessere Optik: einheitliche Verdrahtung ohne Improvisation