Maßgeschneiderte Energieführungssysteme für Pannenhilfe-Fahrzeuge

In immer mehr Fahrzeugen sind bewegte Leitungen im Einsatz: beim Pannendienst, auf der Baustelle oder auf Reisen. Die Energieführungssysteme, die das möglich machen, kommen passgenau von HELU.

Energieführungskette

Pannenhilfe-Fahrzeuge sind mehr als Autos. Es sind mobile Werkstätten, mit denen Einsatzkräfte von einem Unfall zum Nächsten fahren. Um für alle Fälle optimal ausgestattet zu sein, haben sie bis zu 500 Kilogramm Werkzeug und Ausrüstung an Bord.

Im Ernstfall zählen häufig Sekunden. Deshalb sollte ein Service-Techniker nicht lange nach den passenden Werkzeugen suchen müssen. Um auf engstem Raum den Überblick zu behalten, sorgt ein ausziehbares Schranksystem im Kofferraum für Ordnung. Der Knackpunkt: Elektrisches Equipment wie Starthilfe-Powerpacks oder Diagnosegeräte muss dort mit Strom versorgt werden können.

Genau hier kommen Energieführungssysteme von HELU ins Spiel. Sie führen Kabel und Leitungen zuverlässig durch die Schubladenauszüge. So kann der Strom fließen und die Kabel bleiben auch bei täglicher Bewegung geschützt.

Für diese Wünsche gibt es keine Standardlösung

Energieführungskette im Einsatz

Ausgestattet mit Energieführungssystemen von HELU: das ausziehbare Schranksystem im Kofferraum eines Pannenhilfefahrzeugs.

Die Anforderungen an das Energieführungssystem sind so spezifisch, dass eine Standardlösung von Anfang an ausschied. „Es ist ein typisches Beispiel für eine Solutions-Anwendung, die ein Datenblatt nicht abdecken kann“, erklärt Andreas Muckes, Senior Produkt Manager Solutions bei HELU. „Deshalb haben wir eine individuelle Lösung angefertigt.“

Der Verfahrweg der Energieführungskette beträgt weniger als einen Meter. Die Bewegung erfolgt langsam und oft manuell. Und dennoch muss das System einen Lebenszyklus von sechs bis acht Jahren überstehen – bei mehreren Einsätzen pro Tag, teilweise starken Temperaturschwankungen zwischen Sommer und Winter sowie den Vibrationen und Stößen von hunderttausenden Kilometern auf der Straße.

Von der Skizze bis zur Serienproduktion: Alles aus einer Hand

Assembly Level

Assembly Level 3: Kabel, Kette, Konfektionen und Zubehör kommen direkt von HELU.

Dafür entwarfen die Expertinnen und Experten von HELU eine passgenaue Lösung. Die erste Skizze erfolgte klassisch auf dem Papier. Danach wurde innerhalb von wenigen Wochen ein serienreifes System aus Blechteilen, Ketten, Leitungen und Steckern entwickelt. Zunächst wurde dieses in einzelnen Fahrzeugen eingebaut. Fazit: Test bestanden.

Inzwischen hat die Serienproduktion für das Energieführungssystem begonnen. Der Kunde stattet seine gesamte Fahrzeugflotte nach und nach damit aus. „Die Lösung, die wir entwickelt haben, ist ein Paradebeispiel für unser sogenanntes Assembly Level 3“, erklärt Muckes.

Kette, Leitung, Konfektion und das eigens dafür gefertigte Zubehör kommt direkt aus unseren Werken. Die einzelnen Komponenten bauen wir zu einem anschlussfertigen System zusammen. Der Kunde muss diese nur noch in seine Fahrzeuge einbauen. Für den Experten steht dieses Projekt exemplarisch für den Solutions-Gedanken von HELU: „Am Anfang steht nicht das Produkt, sondern eine Anwendung. Und wenn es noch keine Lösung dafür gibt, entwickeln wir eine.“

Am Anfang steht nicht das Produkt, sondern eine Anwendung. Und wenn es noch keine Lösung dafür gibt, entwickeln wir eine.
Andreas Muckes, Senior Produkt Manager Solutions bei HELU

Ein praktisches System – auch für andere Fahrzeuge

Individuelle Energieführungsketten

Verpackt und bereit für den seriellen Einsatz beim Kunden: die Energieführungssysteme von HELU.

Das Prinzip dieses Systems ist auch für viele andere Fahrzeuge interessant. „In Campingwagen, Wohnmobilen oder auch Rettungsfahrzeugen gibt es immer mehr bewegliche Anwendungen, die mit Strom versorgt werden müssen“, erklärt Muckes. „In vielen Fahrzeugen sind heute bewegte Leitungen im Einsatz.“

Auf einer Baustelle werden seitliche Stützen ausgefahren und die Bedienelemente müssen zuverlässig mit der zentralen Steuerung verbunden sein. In Reisemobilen gibt es viele Sensoren, welche die etwa Wasserstände kontrollieren. Im Wartungsfall müssen diese unkompliziert bewegt werden. „Das sind alles sehr individuelle Anwendungen, für die es passgenaue Systeme braucht, die sich ihrer Umgebung anpassen sowie unscheinbar und zuverlässig funktionieren.“

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