Sichere Maschinen beginnen bei der richtigen Verbindung

Die neue EU-Maschinenverordnung rückt Sicherheit, Zuverlässigkeit und Dokumentation stärker in den Fokus – und macht die passende Kabelauswahl für Maschinenbauer noch wichtiger.

Die neue EU-Maschinenverordnung

Ab Januar 2027 ersetzt die neue EU-Maschinenverordnung die bisherige Maschinenrichtlinie. Für Maschinen- und Anlagenbauer sowie industrielle Anwender rücken damit Sicherheit, Dokumentation und Zuverlässigkeit noch stärker in den Fokus. Auch Kabel und Leitungen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Mit der Verordnung (EU) 2023/1230 über Maschinen schafft die Europäische Union einen neuen Rechtsrahmen für das Inverkehrbringen von Maschinen und dazugehörigen Produkten. Sie gilt ab dem 20. Januar 2027 verbindlich in allen EU-Mitgliedstaaten und löst die bisherige Maschinenrichtlinie 2006/42/EG ab.

Ziel der neuen Verordnung ist es, Maschinen noch sicherer zu machen und den rechtlichen Rahmen an moderne Technologien anzupassen. Dazu zählen unter anderem vernetzte Maschinen, digitale Betriebsanleitungen, sicherheitsrelevante Software, Cybersecurity-Aspekte sowie Anwendungen mit künstlicher Intelligenz. Für Maschinenhersteller bedeutet das: Die sichere Auslegung der gesamten Maschine muss künftig noch konsequenter betrachtet, dokumentiert und nachgewiesen werden.

Kabel als Teil der sicheren Maschinenfunktion

Kabel und Leitungen stehen dabei zwar in der Regel nicht als eigenständige Produktkategorie im Mittelpunkt der Maschinenverordnung. Als Bestandteil der elektrischen Ausrüstung einer Maschine sind sie jedoch häufig sicherheits- und funktionsrelevant. Sie übertragen Energie, Signale und Daten, versorgen Antriebe, Sensoren und Aktoren und bilden die Grundlage für zuverlässige Steuerungs- und Kommunikationsprozesse.

Gerade in anspruchsvollen Industrieanwendungen müssen Kabel dauerhaft hohen Belastungen standhalten: Bewegung, Torsion, Temperatur, Feuchtigkeit, Öl, Chemikalien, elektromagnetische Einflüsse oder mechanische Beanspruchung können die Lebensdauer und Betriebssicherheit erheblich beeinflussen. Werden Leitungen nicht passend zur Anwendung ausgewählt, kann dies zu Störungen, ungeplanten Stillständen oder im ungünstigsten Fall zu sicherheitskritischen Ausfällen führen.

Deshalb gilt: Die richtige Kabelauswahl ist ein wichtiger Baustein für eine zuverlässige und sichere Maschine.

Worauf Maschinenbauer achten sollten

Mit Blick auf die neue Maschinenverordnung empfiehlt es sich, Kabel und Verbindungstechnik frühzeitig in die Konstruktion und Risikobetrachtung einzubeziehen. Entscheidend ist, dass die eingesetzten Komponenten zur jeweiligen Anwendung und Umgebung passen.

Wichtige Auswahlkriterien sind unter anderem:

  • elektrische Anforderungen wie Spannung, Strombelastbarkeit und Schirmung
  • mechanische Belastungen durch Bewegung, Biegung oder Torsion
  • Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Öl, Chemikalien oder UV-Strahlung
  • EMV-Anforderungen und störsichere Datenübertragung
  • Einsatz in Energieführungsketten , Robotik , Servoantrieben oder Automatisierungssystemen
  • Normen, Zulassungen und technische Dokumentation

Auch die Nachvollziehbarkeit gewinnt an Bedeutung. Technische Datenblätter, Prüfungen, Zertifikate und normgerechte Produktauswahl unterstützen Maschinenbauer dabei, ihre Dokumentationspflichten strukturiert zu erfüllen.

HELU unterstützt mit Verbindungstechnik aus einer Hand

HELU bietet Maschinen- und Anlagenbauern sowie industriellen Anwendern ein breites Portfolio an Kabeln, Leitungen und weiterer elektrischer Verbindungstechnik für die Ausrüstung moderner Maschinen. Dazu gehören unter anderem Steuerleitungen , Motor- und Servoleitungen , Daten-, Netzwerk- und Busleitungen, Robotikleitungen, Leitungen für Schleppketten sowie passende Kabelverschraubungen, Steckverbinder und Energieführungssysteme.

Neben einem umfassenden Standardsortiment mit hoher Verfügbarkeit entwickelt HELU auch kundenspezifische Lösungen für besondere Anforderungen. So erhalten Anwender elektrische Verbindungstechnik komplett aus einer Hand – von der Leitung über das Zubehör bis zur einsatzbereiten Systemlösung.

Die neue EU-Maschinenverordnung macht deutlich: Sicherheit, Zuverlässigkeit und Dokumentation beginnen nicht erst bei der finalen CE-Kennzeichnung. Sie entstehen bereits in der Planung und Auswahl der richtigen Komponenten. Kabel und Leitungen leisten dazu einen wichtigen Beitrag.

Hinweis: Die Verantwortung für die Konformität einer Maschine liegt weiterhin beim jeweiligen Hersteller beziehungsweise Inverkehrbringer. HELU unterstützt bei der Auswahl geeigneter Kabel-, Leitungs- und Verbindungslösungen für die jeweilige Anwendung.

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